Novatris, eine Exzellenzinitiative in innovativer Ausbildung

Gespräch mit Florence Duchêne

In welchem Kontext ist NovaTris entwickelt worden?

Am Ursprung von NovaTris steht der grenzüberschreitende Bachelorstudiengang Regio Chimica, der gemeinsam von den Universitäten Mulhouse-Colmar und Freiburg angeboten wird und für den wir ein spezifisches pädagogisches Konzept und eine große Anzahl interkultureller Module entwickelt haben. Zwei Elemente waren dabei für die Teilnahme an der Ausschreibung ausschlaggebend: einerseits das deutliche Interesse der Studierenden für interkulturelles Lernen und Sprachen, andererseits die dringende Nachfrage nach Führungskräften, die in der Lage sind in einem grenzüberschreitenden Umfeld zu arbeiten und zu handeln und dies sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor. Angesichts der Bedeutung des schweizerischen und deutschen Arbeitsmarkts für die Franzosen, ist die Entwicklung der Interkulturalität eine Notwendigkeit für die regionale Wirtschaft.

Wie sieht das Projekt konkret aus?

NovaTris ist ein „Werkzeugkasten“ an beruflichen, methodologischen, sozialen und auch persönlichen Schlüsselkompetenzen. Wir werden interkulturelle Module und Sprachmodule entwickeln, die sowohl in Erstausbildung wie in Weiterbildung und Berufsbildung integrierbar sind. Die Module beschäftigen sich natürlich mit Sprachen, aber auch mit der Führung grenzüberschreitender Sitzungen, dem Abfassen von Reden, mit Selbstverwaltung und Zeitmanagement, viele Elemente, die ermöglichen Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der Studierenden und Menschen, die sich im Beruf befinden, zu entwickeln . Dadurch tragen sie zur Erleichterung des Austausches in unserer grenzüberschreitenden Region bei. Eine der ersten konkreten Anfragen kommt von der Feuerwehr des Departements Haut-Rhin, die gemeinsame Einsätze mit ihren deutschen und Schweizer Kollegen in Seveso-Gebieten der Region durchführen.

Um diese Module zu entwickeln, führt das Projekt NovaTris eine große Anzahl von internen und externen Kompetenzen zusammen, darunter diejenigen des interuniversitären Labors in Erziehungswissenschaften und Kommunikation (1) und des Forschungszentrums für Mediation (2). Zwei Eucor-Partner sind auch beteiligt: die Universität Strasbourg und die Universität Freiburg sowie eine große Anzahl anderer Hochschuleinrichtungen, Gebietskörperschaften und die CCI (IHK) Sud Alsace Mulhouse, die die Beziehung zwischen Universität und Unternehmen herstellen wird.

Vier spezifische Arbeitsgruppen werden eingerichtet: eine, die sich mit „interkulturellen und berufsbildenden Lehrveranstaltungen“ beschäftigt und die Lehrveranstaltungen entwickelt, über die ich bereits gesprochen haben, eine weitere zu „innovativen pädagogischen Methoden“, die den Rahmen für die Entwicklung neuer Methoden und Inhalte stellen wird. Dazu kommen ein „Sprachenpol“ und eine Arbeitsgruppe, die die Beziehung zur Wirtschaft und Gesellschaft herstellt und die Übereinstimmung von Angebot und Nachfrage analysiert.

(1) Das LISEC umfasst die UHA, die Universität Strasbourg und die Universität Nancy

(2) Das CREM ist ein Labor der UHA, des CNRS der Universität Nancy 2 und der Universität Metz

Das Interview wurde von Caroline Schmitt geführt

Wo?

Frankreich