Workshop international „Résidentialité multilocale, ville et aménagement du territoire”

Workshop

Multilokale Residentialität, die in jüngerer Zeit an Bedeutung gewinnt und auch zunehmend in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, praktizieren Menschen auf unterschiedliche Weise. Dabei geht es nicht nur um Eigentümer von Zweitwohnsitzen, sondern auch um berufsbedingte Wochenendpendler, „Neonomaden“, „LAT-couples“ (jeder-Zuhause-Paare), in getrennten Haushalten aufwachsende Kinder und in Wohngemeinschaften lebende Studierende – seien es regulär Angemeldete oder Personen, die informell an verschiedenen Orten wohnen. Multilokale Residentialität wurde bisher noch sehr wenig erforscht. Die Diskussion um die Schweizer Volksinitiative „Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen!“ hat gezeigt, Multilokale Residentialität, die in jüngerer Zeit an Bedeutung gewinnt und auch zunehmend in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, praktizieren Menschen auf unterschiedliche Weise. Dabei geht es nicht nur um Eigentümer von Zweitwohnsitzen, sondern auch um berufsbedingte Wochenendpendler, „Neonomaden“, „LAT-couples“ (jeder-Zuhause-Paare), in getrennten Haushalten aufwachsende Kinder und in Wohngemeinschaften lebende Studierende – seien es regulär Angemeldete oder Personen, die informell an verschiedenen Orten wohnen. Multilokale Residentialität wurde bisher noch sehr wenig erforscht. Die Diskussion um die Schweizer Volksinitiative „Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen!“ hat gezeigt, dass man auch über diese Sub-Thematik der Multiresidentialität nur wenig wusste.

Diese zeitweiligen Wohnpraktiken an verschiedenen Standorten haben gesellschaftliche Auswirkungen – sowohl für den Zusammenhalt in der Familie (Thema unserer vorherigen Workshopsitzung in Freiburg/Bsg) wie auch auf lokaler Ebene (z.B. lokale Partizipation). Zudem schaffen sie Bedürfnisse und stellen Ansprüche an die Infrastruktur in puncto Verkehr, Wohnen und Dienstleistungen (Kinderbetreuung, Einkaufen, Öffnungszeiten der Verwaltung usw.). Sind sie mit den existierenden Infrastrukturen vereinbar, die für ein monolokales Wohnen konzipiert wurden? Sie verändern die Schemata der Raumplanung, kollidieren mit politisch-territorialen Konzeptionen, mit lokal zentrierten Dienstleistungen sowie im Fall von „naturnahen Gebieten“ mit den Vorstellungen einer „natürlichen“ Landschaft.

Einige wachsende Formen der Multiresidentialität sind der Ausdruck von gesellschaftlichem Wandel. Ist die Wohnmultilokalität dennoch gut für die Gesellschaft? Sollte man also das Wachstum des Wohnmultilokalitätsphänomens verhindern oder diese immer bedeutendere Form der Lebensführung mit Sondermaßnahmen begleiten?

Wann?

Mittwoch, 11. September 2013 - 9:15 - 18:00

Wo?

Universität Basel
Basel
Schweiz