Eucor Sommeruniversität in den Umweltwissenschaften: 100% Trinational, 100% Fachübergreifend

Sommerschule

24 deutsche, französische und schweizerische Studierende und Doktorand(inn)en haben an der fünften Auflage der Sommeruniversität in den Umweltwissenschaften im Munstertal teilgenommen.

An neun Tagen nahmen die Studierenden an Vorträgen von Referenten aus den fünf Eucor- Universitäten oder von regionalen Vertretern und an Exkursionen teil: Präsentation des Hochwasserschutzplans in Thann (Frankreich), Besichtigung von Syngenta, eines der größten Unternehmen der Welt für Pflanzenschutzmittel in Stein (Schweiz), Gespräche in Freiburg (Deutschland) mit den Vertretern einer Bürgerinitiative gegen den Bau eines Rückhaltebeckens sowie Treffen mit Biolandwirten im Elsass.

Das dichte Programm hat den Studierenden einen Einstieg in die Materie ermöglicht und auf die Bearbeitung der Fallstudien zu den Überschwemmungsrisiken und den Risiken, die durch synthetische Pflanzenschutzmittel hervorgerufen werden, vorbereitet. Die Ergebnisse wurden beim Abschlusssymposium der Sommeruniversität vorgestellt, das von Alain Beretz, Präsident der Universität Straßburg, eingeleitet wurde. Dabei bestand die Gelegenheit mit dem Publikum (Lehrende und Vertreter der Regionalpolitik) auszutauschen und auf den Aufbau einer bilingualen Region und die Bedeutung der Pluridisziplinarität hinzuweisen.

Yann, ein deutsch-französischer Studierender der Politikwissenschaften an der Universität Freiburg empfand es als bereichernd, aber auch als schwierig, dass die Teilnehmenden der Sommeruniversität aus sehr unterschiedlichen Fachbereichen stammten. Die wissenschaftliche Zugangsweise der Studierenden in den Naturwissenschaften, in Geschichte, Soziologie, Sprachen, Politikwissenschaften oder Raumgestaltung hat das Erzielen homogener Ergebnisse komplex gestaltet.

Für Florian und Thibaud, zwei französischen Studierende – einer in Straßburg, einer in Freiburg – die zum zweiten Mal an der Sommeruniversität teilnahmen, zeichnet sich diese Veranstaltung durch ihre Vielfalt aus: Vielfalt der Studierendenprofile, der Themen, der thematischen Annäherung. "Es geht darum, sich mit Dingen kritisch auseinanderzusetzen, sich mit anderen Hochschulkulturen und anderen Mentalitäten zu konfrontieren. Eine Sommeruniversität bleibt nicht ohne Spuren: man verändert sich. Man wird sich über die Schwächen der eigenen Studiengänge bewusst (Mangel an Pluridisziplinarität und unzureichendes Lernen der Sprache des Nachbarn), man entdeckt Eucor, ein ganzes Universum an Möglichkeiten, das den Studierenden der fünf Partneruniversitäten erlaubt, auf der anderen Seite der Grenze zu studieren, was einen sicheren Vorteil für den Lebenslauf darstellt."

Wo?

Frankreich