Student World Forum

Source: Université de Strasbourg
Source: Université de Strasbourg

Studierende aus aller Welt diskutieren über Europa: Die Universität Strasbourg veranstaltete in Zusammenarbeit mit der Universität Freiburg vom 19. Bis 24. April das 6. Student World Forum des “Academic Consortium for the 21st Century”.

38 Studierende von fünf Kontinenten trafen zu diesem Anlass zusammen und besprachen Probleme zum Themengebiet Europa. Sie tauschten aus über lokale und regionale Demokratie sowie über grenzüberschreitende Projekte. Bei einer Stadtführung erkundeten die Teilnehmerinnen und Teilnehme rStrasbourg und erfuhren dabei allesüber dessen Geschichte und Kulturerbe.

Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft und Erfahrung, zeigten alle Studierenden ein besonderes Interesse an der Europäischen Union und an grenzüberschreitender Zusammenarbeit. Ihnen war es ein besonderes Anliegen, die EU im Lichte ihrer eigener nationaler Identität verstehen zu lernen: „Ich studiere Geschichte: es ist faszinierend für mich hier her zu kommen und zu sehen, wie Europa die eigene Geschichte überwindet, “ sagt Tamika aus Adelaide/Australien. Sipjosihle, ein südafrikanischer Student aus Stellenbosch, erklärt: “Die EU ist ein Symbol für die Art wie Ländern zusammenarbeiten können, um Frieden, Menschenwürde und Menschenrechte zu fördern. Ich denke, das ist etwas, dass mein Land und mein Kontinent wirklich braucht.“

Eine Woche voller Entdeckungen

Die Woche startete mit einem Besuch im Europäischen Parlament und im Europarat. Darauf folgte eine Konferenz zur Rolle von regionalen Kooperationen bei der Wahrung der Menschenrechte und beim Schutz von Umweltprojekten. Die Studierenden lernten auch das Subsidiaritätsprinzip kennen, in dem sie sich mit der Europäischen Charta der kommunalen Selbstverwaltung vertraut machten. Die Charta war Grundlage des ersten Workshops, bei dem sie neue Möglichkeiten zur grenzüberschreitenden Kooperation erarbeiteten.

Sie besuchten einen Vortrag zum European Campus, dem Projekt des Eucor-Verbundes. Dieser ermöglichte ihnen einen Einblick in die Probleme, die auftreten, wenn es um die Durchsetzung von konkreten, transnationalen Projekten geht. Das Konzept, einen Campus über Landesgrenzen hinaus zu formen, stieß bei den Studierenden auf großes Interesse. Am Mittwoch den 22. April besuchte die Gruppe Freiburg, um mehr über die Strategien zur nachhaltigen Entwicklung der Stadt zu erfahren, die besonders in “Öko-Vierteln” zu beobachten sind. Am Donnerstag erhielten die Studierenden die Aufgabe, am Beispiel einer mechanischen Prothese ein Produkt in einem grenzüberschreitenden Kontext zu entwickeln.
 

Abschlusszeremonie im Schloss

Am letzten Tag des Forums trafen die Studierenden zu einem Abschlusstreffen im mittelalterlichen Schloss Haut-Königsburg auf Vertreterinnen und Vertreter ihrer Heim-Universitäten. Dort stellten sie ihre Gruppenprojekte vor. Jede Gruppe fasste die Ereignisse der Woche zusammen und erhielte ein Zertifikat der Universitäten Freiburg und Strasbourg. Kultureller Austausch und Freundschaft standen im Zentrum des Programmes des Forums. Die Teilnehmenden nutzten ihre kulturellen Unterschiede, um viele Kontakte zu knüpfen und machten aus dem Forum auf diese Weise eine unvergessliche Woche.

Wann?

Dienstag, 5. Mai 2015 - 16:30