Internationales Kolloquium „Die Wanderer des Rheins“ vom 21. und 22. April 2016

La conférence de Pierre Flück à la Bibliothèque Municipale (Credits: Nikol Dziub)

Das Forschungsinstitut für europäische Sprachen und Literatur (ILLE, Universität Haute-Alsace) organisierte das internationale Kolloquium „Die Wanderer des Rheins“, das am 21. und 22. April 2016 in der Universität Haute-Alsace (UHA) (Campus Illberg) und in der Stadtbibliothek Mulhouse stattfand. Das Projekt wurde von Frau Nikol Dziub, Doktorin für Allgemeine französische Literaturwissenschaft und Komparatistik, Lehrende an der Fakultät für Literatur, Sprachen und Humanwissenschaften der UHA, geleitet und von NovaTris, der Region Alsace sowie der Stadt Mulhouse unterstützt. Über das Ereignis wurde im Vorfeld mehrmals in der Presse berichtet (L’Alsace, DNA). Zahlreiche akademische wie nicht-akademische Interessierte nahmen an dem Kolloquium teil. Dies war der Wunsch der Organisatoren gewesen, die die akademischen Debatten für die Bevölkerung von Mulhouse und dem Elsass öffnen wollten. Ungefähr 250 Personen nahmen an den Konferenzen, der Lesung von poetischen Texten und dem Konzert teil. Dieses für verschiedenste Interessenten ausgerichtete Kolloquium war die Gelegenheit, einige weniger bekannte Aspekte der Rheinregion kennen zu lernen. Zum Einen wurden die Schätze des Elsass herausgestellt – insbesondere der Bestand der Städtischen Bibliothek Mulhouse – und zum Anderen wurde die Rolle des Rheins bei der Entstehung eines vereinigten Europas thematisiert. Da das Ereignis zugleich wissenschaftlich und künstlerisch ausgelegt war, wurden die Zuhörenden zu einer Lesung von poetischen Texten und zu einem Klavierkonzert eingeladen.

Folgende Themen wurden unter anderem behandelt: der Rhein als Migrationsraum von der Altsteinzeit bis zum Ersten Weltkrieg, der Rhein als Geburtsort des Humanismus, der Rhein der Romantiker sowie das Wirtschafts- und Kulturmodell des Rheins.

Das Ereignis war der Anlass für die Mitglieder des Forschungsinstitutes ILLE, mit nationalen und internationalen Forschenden zusammenzuarbeiten: außer den Forschenden der benachbarten Forschungszentren CRESAT und CREM waren Akteure der Universitäten Magdeburg, Freiburg, Lausanne, Jerusalem, Paris I, Toulon, Clermont-Ferrand, Reims, Nancy und Strasbourg zu Gast.

Die Initiatoren dieses Projektes zur Wertschätzung des kulturellen Erbes des Rheins bereiten zurzeit einen Tagungsband vor (Veröffentlichung Anfang 2017), damit die sehr wertvollen Ergebnisse dieses Kolloquiums auf breiterer Grundlage verbreitet werden können.

Wann?

Donnerstag, 28. April 2016 - 18:15