Gemeinsame Lehrveranstaltung zu "Verschwörungstheorien im Nahen Osten"

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Seit dem Jahr 2012 führen Prof. Dr. Tim Epkenhans von der Universität Freiburg und Prof. Dr. Maurus Reinkowski von der Universität Basel jeweils im Herbstsemester gemeinsam ein Seminar durch. Die Seminare behandeln aus historischer und sozialwissenschaftlicher Perspektive übergreifende Fragestellungen der modernen nahöstlichen Gesellschaften. Themen der gemeinsamen Lehrveranstaltungen waren bisher die Frage autoritärer Modernisierung in Iran und der Türkei, die Historiographie über den politischen Islam in den 1980er Jahren und Konzepte von Maskulinität im Nahen und Mittleren Osten.

Im Herbstemester 2016 sind Verschwörungstheorien im Nahen Osten Gegenstand des gemeinsamen Seminars. Das Thema der Verschwörungstheorien im Nahen Osten gilt (zurecht) als "unappetitlich" und ist deswegen bis vor wenigen Jahren von der wissenschaftlichen Forschung weitgehend ignoriert worden. Jedoch sind Verschwörungstheorien wichtiger Bestandteil der Weltwahrnehmung in vielen Gesellschaften der heutigen Welt, vor allem in Regionen, die sich in besonderem Masse marginalisiert und bedrängt sehen. Neben einem allgemein vergleichenden Blick auf die Funktion von Verschwörungstheorien wendet das Seminar sich Verschwörungstheorien im Nahen Osten (östliche arabische Welt, Iran, Türkei) zu. Besonderes Anliegen des Seminars ist, pathologisierende Deutungen von Verschwörungstheorien durch eine differenziertere Sicht (z.B. Verschwörungstheorien als unzulängliche Deutungsversuche einer zu komplexen Realität) abzulösen. Ende November 2016 fand ein Intensivblockseminar auf der Fachschaftshütte der Universität Freiburg auf dem Schauinsland statt.

Tim Epkenhans & Maurus Reinkowski

Wann?

Montag, 5. Dezember 2016 - 11:30