ERC feiert sein zehnjähriges Jubiläum

 Jean-Pierre Bourguignon (Credits: Université de Strasbourg)
Jean-Pierre Bourguignon (Credits: Université de Strasbourg)

Das zehnjährige Bestehen des European Research Council (ERC) wurde mit über 100 Veranstaltungen in ganz Europa begangen – die offizielle Feier zum Jubiläum der ERC fand aber am 15. März in Straßburg statt. Bei der Veranstaltung waren neben Jean-Pierre Bourguignon, Präsident des ERC, auch Carlos Moedas, EU-Kommissar für Wissenschaft, Forschung und Innovation, sowie Thierry Mandon, Staatssekretär für Hochschule und Forschung, zu Gast.

Gemeinsam wurden unter anderem auch 45 ERC-Preisträger aus dem Elsass gewürdigt. Zudem zogen die Teilnehmenden bei der Veranstaltung Bilanz, diskutierten die Zukunft und nutzten die Gelegenheit, sich gegenseitig die vielfältigen Projekte vorzustellen.

„10 Jahre, das muss gefeiert werden!“, sagte Michel Deneken, Präsident der Université de Strasbourg, in seiner Eröffnungsrede. Er zeigte sich „glücklich und stolz“ ein „ambitioniertes und freigiebiges“ Europa zu zelebrieren – insbesondere in Zeiten der Europaskepsis. In den Vorträgen unterstrichen die Referenten, dass die Zukunft Europas untrennbar mit der Wissenschaft und Forschung verknüpft sei. „Die Wissenschaft ist supranational und lässt uns Grenzen überschreiten“, sagte Deneken. „Und durch das Überschreiten von Grenzen und im Austausch miteinander, konstruieren wir unsere europäische Identität.“

«Wir sind hier um einen europäischen Erfolg zu feiern», unterstrich Carlos Moedas. Er erinnerte daran, dass in den zehn Jahren sechs ERC-Preisträger den Nobelpreis erhalten haben. Die finanzierten Forschungen haben mehr als 5000 publizierte Artikel in den angesehensten wissenschaftlichen Zeitschriften hervorgebracht. Moedas richtete sich ebenfalls direkt an die ERC-Preisträger und ermutigte sie: „Sie haben die Fähigkeit, uns für Dinge zu begeistern, die wir nicht unbedingt verstehen. Sie sind die besten Botschafter der Wissenschaft, aber Sie können auch die besten Botschafter für Europa sein. Wir sollten erhoben und laut sagen, dass wir stolz auf die europäische Forschung sind.“

Auch das Budget für die Wissenschaft in Europa wurde bei der Veranstaltung thematisiert. „Das Budget für die Forschung beläuft sich auf 8 % des europäischen Budgets“, sagte Jean-Pierre Bourguignon. Man versuche darauf hinzuarbeiten, dass das Budget erhöht werde aber ab 2021 sei vieles ungewiss. „Das Programm des ERC muss eine absolute Priorität für die Zukunft haben.“

Zum Abschluss der Jubiläumsfeier unterstrich Alain Beretz, ehemaliger Präsident der Université de Strasbourg und heutiger Generaldirektor für Innovation und Forschung, dass es ein „vor und nach dem ERC“ gäbe. Die Dynamik, die Anforderungen und die gleichzeitige Einfachheit des ERC seien inspirierend – und auch politisch für die Zukunft entscheidend.

Wann?

Dienstag, 11. April 2017 - 8:00