Geschichte

Entstehung der Europäischen Konföderation der Oberrheinischen Universitäten

Im Oberrheinraum zwischen Schwarzwald, Jura und Vogesen  wurde bereits seit Ende des Mittelalters in zahlreichen Bereichen wissenschaftlich zusammengearbeitet - insbesondere zwischen den Universitäten Basel, Freiburg und Straßburg (das Lateinische fungierte zu der Zeit als Universalsprache).

Obwohl im Laufe der Zeit politische und sprachliche Entwicklungen dazu beigetragen haben, dass die Mobilität von Lehrenden und Studierenden im Oberrheinraum zurückging, hat sich der Austausch auf informelle Weise fortgesetzt. Auf Initiative der Universität Basel und des Rektors der Unterrichtsakademie Straßburg hat es in den siebziger und achtziger Jahren eine Neubelebung der grenzüberschreitenden Hochschulbeziehungen gegeben, die 1984 zur Gründung der Rektorenkonferenz der Oberrheinuniversitäten führte und 1989 zur Gründung von EUCOR, der Europäischen Konföderation der Oberrheinischen Universitäten. Die Gründungsvereinbarung wurde am 13. Dezember in Gegenwart offizieller Vertreter der drei Länder (Deutschland, Frankreich, Schweiz) unterzeichnet.

Seitdem hat EUCOR bewiesen, dass die Grenzen in der Oberrheinregion erfolgreich überschritten werden können. Projekte und der lebendige Studierendenaustausch belegen dies eindrücklich. Der gemeinsame Studierendenausweis, der trinationale Studiengang in Biotechnologie, Projekte wie die Erstellung eines Klimaatlasses für den Oberrhein (REKLIP) oder die Erforschung der Plattentektonik des Oberrheingrabens (URGENT) sind dafür nur einige Beispiele. Mit der Errichtung eines gemeinsamen Kursportals und der Schaffung gemeinsamer Ausbildungsangebote im Rahmen des Bologna-Prozesses gibt sich EUCOR Perspektiven für die Zukunft.

2008

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