Kunstgeschichte Bachelor

  • Karlsruher Institut für Technologie
  • Licence ou Bac+3
  • Art, sciences humaines et sociales > Histoire & archéologie

Objectifs

Gegenstandsbereich des Faches Kunstgeschichte sind Kunstwerke, d.h. – bei aller Zweckgebundenheit - über einen reinen Nützlichkeitsaspekt hinausgehende ästhetische Leistungen, deren schöpferische Qualität als kulturell bedeutsam erfahren wird. Dazu gehören vor allem Werke der Malerei, der Graphik, der Bildhauerkunst, des Kunsthandwerks und der Architektur, aber auch moderne Bildmedien wie Fotografie und Design, schließlich die in jüngster Zeit aus Grenzüberschreitungen der Kunstgattungen hervorgegangenen „Mixed Media“, Environments und Performances.
Der zeitliche Rahmen umfasst die Geschichte der Kunst von der frühchristlichen Antike bis zur Gegenwart. Der geographische Rahmen ist – wenngleich gewiss nicht zwingend, aber auf Grund einer traditionellen wissenschaftlichen Arbeitsteilung so festgelegt – durch jenen Raum abgesteckt, den man früher „abendländisch“ nannte (Mittel-, West- und Südeuropa sowie Nordamerika). Für die präkolumbianische, ostasiatische oder afrikanische Kunst – um nur einige Beispiele zu nennen – sind andere Disziplinen zuständig. Die Untersuchung der antiken Kunst fällt in den Aufgabenbereich der Archäologie. Das Studium der Kunstgeschichte ist ein historisch und ggf. auch sozialwissenschaftlich ausgerichtetes, wissenschaftliches Studium. Es erfolgt keine Ausbildung in gestalterischen Techniken, Gestaltung von Kunstwerken o.ä. Gefordert ist stattdessen insbesondere die Fähigkeit, sich historische Sachverhalte über wissenschaftliche Literatur selbständig zu erschließen, das eigene optische Gedächtnis zu trainieren und insbesondere visuelle Gegenstände angemessen sprachlich auszudrücken. Die Bereitschaft, vielfältige Reisen zu unternehmen, sollte vorhanden sein.

Savoir-faire et qualifications

Neben der Vermittlung von breitem Basiswissen im Fach Kunstgeschichte erlaubt der Bachelorstudiengang erste inhaltliche Vertiefungen sowie Einblicke in praxisrelevante Tätigkeiten. In den ersten Semestern wird ein breites kunsthistorisches Grundwissen von der christlichen Spätantike bis zur Gegenwart vermittelt und ein systematischer Überblick über die Gattungen Malerei, Skulptur und Architektur ermöglicht. Durch ein strukturiertes Lehrangebot in Form von Epochen - Vorlesungen, Proseminaren, Tutorien und Übungen werden zudem Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt, die durch eigenverantwortliches Selbststudium sinnvoll zu ergänzen sind.
Im Zeichen einer systematischen Einführung in geisteswissenschaftliche Arbeitsmethoden werden in einer anschließenden Vertiefungsphase die Befähigung zur kritischen Auseinander-setzung mit dem Fach und seinen Wissensordnungen erarbeitet, die Fachsprache erlernt und die analytische Erfassung und Beschreibung von Artefakten eingeübt. Zudem gilt es, Methoden zu erlernen und Techniken einzusetzen, um die Wissensinhalte in Form visuell gestützter Vorträge und schriftlicher Ausführungen adäquat zu präsentieren.
Der so erlernte Umgang mit den Gegenständen wird im BA-Studiengang um das Feld beruflicher Praxis erweitert. Durch die Annäherung an praxisrelevante Tätigkeiten erhalten die Studierenden Einblicke in die Denkmalpflege, das Archiv - und Museumswesen und können so leichter einen Einstieg in die Berufstätigkeit finden.
Die spezifischen Qualifikationsziele der Ergänzungsfächer sind:
Das ergänzende Wahlpflichtfach Baugeschichte und Architekturtheorie ist theoretisch ausgerichtet und vermittelt einen Überblick über die Baugeschichte aller Epochen und Einblicke in die Kulturgeschichte des Diskurses um Architektur und Stadt.
Das ergänzende Wahlpflichtfach Soziologie vermittelt auf der Basis einer Einführung in die Soziologie insbesondere methodische Grundkompetenzen der empirischen Sozialforschung und der Sozialstrukturanalyse.
Das ergänzende Wahlpflichtfach Germanistik ist philologisch-historisch ausgerichtet und bietet den Studierenden die Möglichkeit, die Fächer Mediävistik, Neuere deutsche Literaturgeschichte und Literatur, Kultur, Sprache, Medien in ihren Grundlagen und in gewählten weiteren Modulen aufbauend zu studieren
Im ergänzenden Wahlpflichtfach Geschichte bauen die Studierenden auf der Grundlage einer Einführung in elementare geschichtswissenschaftliche Arbeitsweisen und einem Überblick über die europäische Geschichte von der Antike bis zur Moderne die Kompetenz auf, ausgewählte historische Sachverhalte insbesondere aus der europäischen Moderne und der Technikgeschichte fachgerecht zu analysieren und kritisch zu bewerten.
Im ergänzenden Wahlpflichtfach Philosophie bauen die Studierenden die analytischen und reflexiven Kompetenzen der zeitgenössischen Philosophie auf, die sie in die Lage versetzen, ausgewählte klassische ebenso wie aktuelle philosophische Probleme fachgerecht zu analysieren und einen begründeten Vorschlag ihrer Lösung zu formulieren.
Das ergänzende Wahlpflichtfach Pädagogik ist zugleich forschungs-und praxisbezogen. Einen Schwerpunkt bilden die Grundlagen der Berufspädagogik, wobei diese in einem erweiterten Sinne so verstanden wird, dass sowohl Berufe einbezogen sind, die durch eine berufliche Ausbildung erlernt werden, als auch solche, die ein akademisches Studium erfordern.
Das ergänzende Wahlpflichtfach Medientheorie und -praxis ist teils theorie-, teils praxisorientiert. Auf der Basis einer Einführung in die Grundlagen der Medientheorie bauen die Studierenden die für eine Tätigkeit im Medienbereich erforderlichen praktischen Grundkompetenzen auf.
Das ergänzende Wahlpflichtfach Kulturtheorie und –praxis ist teils theorie-, teils praxisorientiert. Auf der Basis einer Einführung in die Grundlagen der Kulturtheorie bauen die Studierenden die für eine Tätigkeit in Kulturinstitutionen erforderlichen praktischen Grundkompetenzen auf.
Das ergänzende Wahlpflichtfach Musikwissenschaft ist theoretisch orientiert, ergänzt durch Gehörbildung. Es wird ein breites musikhistorisches Grundwissen vermittelt.
Die Darstellung zu den Ergänzungsfächern, die in etwa ein Viertel des Bachelorstudiengangs ausmachen, ist an dieser Stelle verkürzt dargestellt. Hier ist ein Blick auf die Darstellung im Netz zu empfehlen.

Poursuite d'études et carrière

Mögliche Tätigkeitsbereiche im Bereich der Kunstwissenschaften eröffnen sich nach Studienabschluss z.B. in folgenden Berufsfeldern: Museen, Galerien, Kulturmanagement, Ausstellungswesen, Tourismus, Journalismus, Verlagswesen, Rundfunk und Fernsehen etc. Die Einbindung von Lehrbeauftragten aus den Praxisfeldern erleichtert eine frühzeitige und kontinuierliche Kontaktaufnahme zu einschlägigen Betätigungsfeldern.

Prérequis & Admission

zulassungsfrei