Der European Campus ist 2016 feierlich eröffnet worden. Seitdem hat der Verbund der Universitäten Basel, Freiburg, Haute-Alsace und Strasbourg sowie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in verschiedenen thematischen Arbeitsgruppen eng zusammengearbeitet und zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die das Studieren und Forschen am Oberrhein über Ländergrenzen hinweg erleichtern.

Bei der Ergebnispräsentation des Interreg-Projekts „Eucor – The European Campus: Grenzüberschreitende Strukturen” konnten sich Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik über die Fortschritte am European Campus informieren:

Mit der Verabschiedung des gemeinsamen Strategieplans für die Jahre 2019-2023, der zukunftsweisende Maßnahmen in den Bereichen Forschung, Innovation und Lehre vorsieht, haben alle fünf Universitäten des European Campus ihre Kooperation gefestigt. Vier thematische Schwerpunktbereiche bestimmen die Zusammenarbeit am European Campus: Quantum Sciences and Technology, Personalised Health – Precision Medicine, Sustainability und European Identities. Mit dem internationalen Doktorandenprogramm Quantum Science and Technologies at the European Campus (QUSTEC) finanziert die Europäische Union bereits ein Projekt des European Campus im Bereich Quantum Science in Höhe von 4,2 Millionen Euro mit.

Zudem sind Lehrangebote wie beispielsweise zwei deutsch-französische Studiengänge sowie grenzüberschreitende Veranstaltungen für Masterstudierende und Promovierende hinzugekommen. Darüber hinaus hat der Verbund mehrere interkulturelle Fortbildungen veranstaltet und sich mit der Frage befasst, wie sich die Mobilität der Studierenden und Forschenden im Dreiländereck vereinfachen lässt. Im Jahr 2017 hat der European Campus das Seed Money-Projekt gestartet – sein erstes großes Förderinstrument, mit dem neue, grenzüberschreitende Vorhaben in Forschung und Lehre initiiert werden sollen. Das Gesamtfördervolumen beträgt von Januar 2018 bis Dezember 2020 insgesamt knapp eine Million Euro.

Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer, Präsident von Eucor – The European Campus freut sich über die erfolgreiche Kooperation der letzten Jahre und den Rückhalt der Politik: „Wir danken für die großartige Unterstützung, die wir aus Paris, der Region Grand Est, aus Basel und aus Baden-Württemberg bzw. Berlin erhalten. Bester Ausdruck dafür ist, dass das Wissenschaftsministeriums in Stuttgart uns vier Brückenprofessuren in Aussicht gestellt. Wir sind in diesen Tagen und Wochen dabei, die konkrete Ausgestaltung der Professuren zu bestimmen, die zwischen den Standorten Karlsruhe und Strasbourg, Karlsruhe und Mulhouse, Freiburg und Strasbourg sowie Freiburg und Basel eingerichtet werden sollen.”

Bei dem bisher Erreichten soll es jedoch nicht bleiben. Partner aus Wissenschaft und Politik aller drei Länder bekräftigen ihre Absicht  Eucor – The European Campus weiterzuentwickeln.

Alle Ergebnisse der Zusammenarbeit finden Sie hier.

Bild: v.l.n.r. Michel de Mathelin (vice-président Valorisation et relations avec le monde socio-économique, université de Strasbourg), Brigitte Klinkert (présidente du conseil départemental du Haut-Rhin), Sophie Béjean (rectrice de l’académie de Strasbourg), Jean Rottner (président du conseil régional du Grand Est), Hans-Jochen Schiewer, Conradin Cramer (Regierungsrat, Erziehungsdepartement Basel-Stadt), Volker Ratzmann (Staatssekretär und Bevollmächtigter des Landes Baden-Württemberg beim Bund), Andrea Schenker-Wicki (Rektorin, Universität Basel), Thomas Hirth (Vizepräsident für Innovation und Internationales, KIT)

Credits: Vic Harster