Das Projekt “MapRNA” kombiniert innovative Technologien, um die Wechselwirkungen zwischen kleinen nicht-kodierenden RNAs (sRNAs) und den von ihnen regulierten Zielgenen in zwei verschiedenen Bakterien, Staphylococcus aureus und Synechocystis 6803, zu kartieren. Während Synechocystis 6803 als wichtiges Modell für die prokaryotische photosynthetische Biotechnologie dient, ist Staphylococcus aureus als humanpathogenes Bakterium bekannt. Methicillin-resistente S. aureus (MRSA) -Stämme im Krankenhaus sind ein bekanntes und häufig lebensbedrohliches Problem, das in Europa etwa 25.000 Todesfälle pro Jahr verursacht, sogenannte gemeinschaftsassoziierte MRSA-Stämme scheinen sogar noch virulenter und übertragbarer zu sein.

Bakterien besitzen eine große Anzahl regulatorischer sRNAs, die in biologischen Signalnetzwerken eine Schlüsselrolle spielen. Sie sind jedoch weniger gut untersucht als regulatorische Proteine, da ihre direkten Ziele schwer zu identifizieren sind. Die beiden MapRNA-Partnergruppen bündeln ihre komplementäre Expertise an der Schnittstelle von Bioinformatik, experimenteller RNA-Biologie und mikrobieller Systembiologie, um diese Situation grundlegend zu verbessern. Die Ergebnisse werden einen tiefen Einblick in die regulatorischen Mechanismen auf molekularer Ebene ermöglichen und dazu beitragen, neue therapeutische Ziele zu identifizieren und den Ertrag der Photobiotechnologie zu erhöhen.

MapRNA wird die bereits ausgezeichneten Beziehungen zwischen den Universitäten von Straßburg und Freiburg vertiefen und die Mobilität und Interkulturalität zwischen unseren Studierenden und Forschern und Forscherinnen fördern, die zum Geist des Europäischen Campus beitragen.

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