Zum Wintersemester 2018/2019 starten an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Université de Strasbourg im Rahmen des European Campus zwei neue Studiengänge, die mit einem doppelten Hochschulabschluss beendet werden können: das Bachelorstudium „Germanistik aus deutsch-französischer Perspektive“ sowie der Masterstudiengang „Deutsch-Französisches Recht“.

Deutsche Sprache, Literatur, Kultur und Geschichte – das sind die thematischen Schwerpunkte des neuen Studiengangs „Germanistik aus deutsch-französischer Perspektive“. Diesen bieten das Deutsche Seminar der Universität Freiburg und das „Département d’études allemandes“ der Université de Strasbourg gemeinsam an. Das Besondere des Studiengangs: Die Studierenden nehmen die germanistischen Inhalte sowohl aus deutscher wie auch aus französischer Perspektive in den Blick. Nach dem erfolgreichen Studium an beiden Hochschulen erhalten sie sowohl den Abschluss „Bachelor of Arts“ als auch die französische „Licence“. Das Studium beginnt entweder in Freiburg oder Strasbourg, im zweiten Jahr finden die Veranstaltungen an der Albert-Ludwigs-Universität statt, im dritten Jahr an der Partneruniversität in Frankreich. So sammeln die Studierenden auch Erfahrungen mit zwei unterschiedlichen nationalen Bildungssystemen und erwerben über das Studium hinausgehende Kompetenzen durch den Umgang mit der deutschen und französischen Kultur.

Vertiefende Kenntnisse des deutschen und französischen Rechts, der Sprache und der Fachterminologie: Im Studiengang „Deutsch-Französisches Recht“ können Studierende die beiden Titel „Master of Laws“ und „Master en droit“ erwerben, in Deutschland zusätzlich zum Staatsexamen. Die jeweils zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer der beiden Universitäten werden zunächst ein Jahr in Strasbourg und daran anschließend ein Jahr in Freiburg studieren. In einem gemeinsamen deutsch-französischen Seminar und einer Masterarbeit in der jeweiligen Fremdsprache vertiefen sie die rechtsvergleichenden Studien. Gerade im europäischen Kontext werden fundierte Kenntnisse der deutschen und französischen Rechtssprache immer wichtiger: So ist das Französische eine der beiden Verhandlungssprachen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strasbourg und gewinnt die deutsche Sprache in der europäischen Wirtschaftsunion immer mehr an Bedeutung.

 

Foto: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Jochen Schiewer, Präsident von Eucor – The European Campus und Rektor der Universität Freiburg, begrüßt neue Studierende des Masters „Deutsch-Französisches Recht“ gemeinsam mit Prof. Dr. Matthias Jestaedt, Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg, Florence Dancoisne, dezentrale Koordinatorin des European Campus an der Universität Freiburg, und Sabine Klostermann, Koordinatorin des Studienganges.