Schild mit Aufschrift "Zukunft"© bluedesign - Fotolia

Die Zukunft der Universitäten am Oberrhein ist trinational und europäisch. Die grenzüberschreitende Mobilität soll für die Studierenden ebenso wie für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zur alltäglichen Erfahrung werden. Die Potenziale an den Mitgliedsuniversitäten werden dafür gebündelt: Gemeinsame Schwerpunkte entstehen, Servicestellen arbeiten vernetzt. Die Forschungs- und Bildungsregion wird somit zum Anziehungspunkt für die besten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler und internationalen Studierenden.

Im Februar 2019 haben die Universitäten einen gemeinsamen Strategieplan für die Jahre 2019 bis 2023 verabschiedet. Darin konkretisieren sie ihre Vision und die Weiterentwicklung des Verbunds mit Vorhaben, Zielen und Maßnahmen in den Bereichen Forschung und Innovation, Lehre und Promovierendenausbildung.

Ausbau der Forschungskooperationen (Vorhaben 1 und 3)

Der European Campus unterstützt und vereinfacht die Vernetzung und Koordination von bi- und trinationalen Forschungskonsortien – durch Anschubmittel (Seed Money) und eine bessere Zusammenarbeit der Servicestellen. Forschungsinfrastrukturen aller Mitgliedsuniversitäten werden gegenseitig geöffnet und gemeinsame Nutzungskonzepte entwickelt, aufbauend auf den Arbeiten im Projekt RMTMO.RI. Hoch spezialisierte Kompetenzen („Kleine Fächer“) werden durch Kooperation zwischen den Universitäten erhalten, komplementär aufgebaut und innerhalb des European Campus zugänglich gemacht.

Etablierung exzellenter Schwerpunkte (Vorhaben 2)

In den Schwerpunktbereichen Quantum Sciences and Technology, Personalised Health – Precision Medicine, Sustainability und European Identities vernetzen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, beispielsweise in gemeinsamen Workshops und durch gemeinsame Förderanträge. Die Universitäten vertiefen die bestehende Zusammenarbeit und stoßen neue Kooperationen an. Mittelfristig entstehen in den Schwerpunkten Research and Teaching Hubs.

Transfer in Wirtschaft und Gesellschaft (Vorhaben 4)

Als grenzüberschreitender Hochschulverbund ist sich der European Campus seiner Verantwortung für den Transfer von Wissen und Technologie in Gesellschaft und Wirtschaft bewusst und wird für die grenzüberschreitende Dimension der Vermittlung von Wissen innovative Formate austauschen und entwickeln. Die Mitgliedsuniversitäten beteiligen sich am Interreg-Projekt Knowledge Transfer Upper Rhine (KTUR) und pflegen den Austausch mit ihren Sitzstädten.

Grenzüberschreitende Mobilität (Vorhaben 5)

Mobilität zwischen den Universitäten soll in Studium, Lehre und Forschung selbstverständlich werden. Anerkennungsverfahren werden vereinfacht und Unterschiede zwischen den Universitäten, die die Mobilität erschweren, werden abgebaut. Ein Online-Portal macht das Studienangebot der Mitgliedsuniversitäten transparent. Eucor – The European Campus setzt sich auf politischer Ebene für bessere Verkehrsverbindungen und ein gemeinsames Semesterticket ein.

Attraktive und innovative Lehrangebote (Vorhaben 6 und 7)

Der European Campus fördert Lehrkooperationen zwischen den Mitgliedsuniversitäten und unterstützt Lehrende bei der Anwendung digitaler Lehrformate und -methoden. Die E-Learning-Stellen der Universitäten werden vernetzt und ein gemeinsames Angebot im Bereich Liberal Arts and Sciences entwickelt.

Förderung der Sprachkenntnisse und interkulturellen Kompetenzen (Vorhaben 8)

Der European Campus verfügt über vielfältige Angebote zur Steigerung der Sprachkenntnisse und der interkulturellen Kompetenzen. Davon profitieren Studierende genauso wie Lehrende, Forschende und Mitarbeitende. Verschiedene Abteilungen innerhalb der Universitätsverwaltungen lernen sich kennen und tauschen trinational ihre Erfahrungen aus. Die Mitgliedsuniversitäten unterstützen grenzüberschreitendes studentisches Engagement und kulturelles Leben.

Qualifizierung für Promovierende (Vorhaben 9 und 10)

Binationale Promotionsverfahren zielen auf die Internationalisierung der Zusammenarbeit in der Forschung und stärken die Mobilität der Promovierenden. Die überfachlichen Qualifizierungs-angebote für Promovierende an den Mitgliedsuniversitäten sollen mittelfristig geöffnet und gemeinsam ausgeweitet werden.