Rückblick auf die Eucor MobiLab Roadshow 2025

Eucor MobiLab Roadshow 2025 in Karlsruhe

Mit der Eucor MobiLab Roadshow 2025 machte Eucor – The European Campus erneut sichtbar, wie Forschung entlang des Oberrheins Menschen erreichen kann: offen, mobil und grenzüberschreitend. Sieben Stationen in drei Ländern boten insgesamt 1.470 Besucher*innen die Gelegenheit, Forschungsthemen auf neue, interaktive Weise kennenzulernen.

„Die diesjährige Roadshow war ein voller Erfolg. Die Forschenden der Hochschulen in den Verbünden Eucor und TriRhenaTech haben wissenschaftlich abstrakte Ideen konkret auf den Punkt gebracht, den Menschen die Relevanz der Forschung für ihren Alltag vermittelt und sind mit offenen Ohren in den Austausch mit der breiten Gesellschaft getreten.“, sagt Thomas Heine, Koordinator der Eucor MobiLab Roadshow. Sie ist als neues Transferprojekt in die Säule Wissenschaft der Trinationalen Metropolregion Oberrhein (TMO) eingebettet und versteht sich als Ort, an dem Wissenschaft und Gesellschaft direkt miteinander in Austausch treten. Heine beschreibt das MobiLab als „Chamäleon des Transfers“ – ein Format, das sich an sehr unterschiedliche Kontexte anpassen kann.

Ein mobiles Labor mit vielen Gesichtern

Das MobiLab, ein flexibles Tiny House des Karlsruher Instituts für Technologie mit Innen- und Außenflächen, machte an jedem Standort andere Schwerpunkte sichtbar: von Medizin bis Klimaanpassung, von Optik und 3D-Technologien bis zu urbanen Transformationsprozessen. Ein neues Element erwies sich 2025 als besonders wirkungsvoll: Kunst als Medium des Wissensdialogs.

Positive Rückmeldungen stärkten das Format weiter: In Basel etwa zeigte ein Chefarzt großes Interesse an einem eigenen Einsatz des MobiLab für sein Haus; in Karlsruhe lobte Daniel Lang beim Podiumsgespräch das Format als „klasse Instrument“.

Nicht jeder Ort ließ sich gleich gut etablieren, doch die Vielfalt der Beteiligten, Programme und Besucher*innen zeigte, wie gut das MobiLab auf bestehende lokale Formate aufsetzen kann – vom Village des Science in Mulhouse bis zur KIT Science Week Karlsruhe.

Die Stationen im Überblick

Die Roadshow begann in Offenburg, wo Kunst als Medium des Wissenstransfers im Mittelpunkt stand. Das MobiLab verwandelte sich in ein Kino, zog im Bürgerpark viele Passant*innen an und machte mit dem „Flussorakel“ auf kreative Weise neugierig auf wissenschaftliche Themen. In Landau folgte ein inhaltlich besonders klar fokussierter Halt: Rund um den Studieninformationstag wurde das alltagsrelevante Thema PFAS leicht verständlich und mit hoher fachlicher Kompetenz vermittelt. Weiter südlich präsentierte sich das MobiLab in Basel mit einem starken medizinischen Schwerpunkt. Für unterschiedliche Altersgruppen wurden eigens entwickelte Formate angeboten – von interaktiven Modellen bis zu Anwendungen aus 3D-Druck, Robotik und Virtual Reality.

In Freiburg profitierte die Roadshow von einer idealen Lage im öffentlichen Raum. Hier fanden Gespräche mit Passant*innen und eine gelungene Podiumsdiskussion statt, die den Austausch mit Akteur*innen des städtischen Raums intensivierte. Ein weiterer Höhepunkt war Strasbourg, wo das MobiLab im Port du Rhin – einem Ort aktueller städtischer Transformation – sein volles Potenzial ausschöpfte. Dort traf Wissenschaft direkt auf Menschen, die den Wandel ihres Quartiers täglich erleben. In Mulhouse standen Schüler*innen im Zentrum; die konzentriert und gut betreut Lernmomente zu Wasserwirtschaft und Luftqualität erlebten.

Den Abschluss bildete Karlsruhe, wo die Roadshow in ein dichtes Programm der Science Week und die Zusammenarbeit mit dem Naturkundemuseum eingebettet war. Die Podiumsdiskussion vor Ort fand erneut große Resonanz und bestätigte, wie stark das MobiLab als Dialograum funktioniert.

Ausblick auf 2027

Für 2027 ist die nächste Ausgabe der Eucor-MobiLab-Roadshow geplant. Sie soll auf den Erfolgsfaktoren der diesjährigen Tour – Akzeptanz, Sichtbarkeit und Stabilität im trinationalen Raum – aufsetzen.

Heine zieht ein klares Fazit: „Wir sehen, dass die Eucor MobiLab Roadshow Menschen erreicht – gerade, weil es dorthin geht, wo Fragen, Wandel und Neugier entstehen.“

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