Quantum Sciences and Technology

Auf dem Weg zum Quantencomputer

Die Forschung im Bereich der Quantenwissenschaften ist die Voraussetzung für die Entwicklung wichtiger Zukunftstechnologien. Daher beteiligt sich Eucor an der Gestaltung der zweiten Quantenrevolution und baut seinen strategischen Schwerpunkt Quantum Sciences and Technology kontinuierlich aus. In den Schwerpunkten von Eucor werden „Research, Teaching and Transfer Hubs“ (RTTHs) aufgebaut, weshalb sie sich in Forschung, Lehre und Transfer gliedern.

Quantum Sciences and Technology in der Forschung

Gemeinsame Promotionsprogramme

  • Gen-Q ist ein Doktorandenprogramm, das durch den EVTZ Eucor – The European Campus eingerichtet wurde. Es ermöglicht bis zu 51 jungen Wissenschaftler*innen eine Promotion mit internationaler, interdisziplinärer und intersektoraler Ausrichtung im Bereich der Quantenwissenschaft und -technologien. Die EU fördert das Programm im Rahmen der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen (COFUND). Neben den fünf Eucor-Universitäten sind die Universitäten Amsterdam und Poznań beteiligt.
  • Das Programm „Quantum Science and Technologies at the European Campus“ (QUSTEC) ermöglichte von 2019 bis 2025 eine gemeinsame Promovierendenausbildung. Die EU förderte das vom EVTZ koordinierte Programm im Rahmen der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen (COFUND). Partnerinstitutionen waren die Universitäten Basel, Freiburg und Strasbourg, das Karlsruher Institut für Technologie, IBM Research – Zurich sowie das Walther-Meißner-Institut für Tieftemperaturforschung. Ab 2024 unterstützte auch die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) den Promovierendenaustausch in diesem Bereich.
  • Das international Promotionsprogramm Machine Learning for Quantum ist eine Zusammenarbeit der Université de Strasbourg mit dem Karlsruher Institut für Technologie mit weiteren europäischen Partnerinstitutionen in Ungarn und Italien. Die EU fördert das Programm im Rahmen der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen (Doctoral Network). Das Seed Money Projekt Quantum Machine Learning (s.u.) diente der Antragsvorbereitung.

Grenzüberschreitende Professur

  • Die Université de Strasbourg und das Karlsruher Institut für Technologie haben im Jahr 2022 zwei eng miteinander vernetzte Quantenforschungsinstitute gegründet sowie eine grenzüberschreitende Professur im Bereich Quantum Computing eingerichtet, die durch das Land Baden-Württemberg sowie die Région Grand Est und die Collectivité européenne d’Alsace gefördert wird.

Postdoc Cluster

  • Das Georg H. Endress Postdoc Cluster am Zentrum für „Quantum Science and Quantum Computing“ (QSQC) ist eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen der Universität Basel und der Universität Freiburg. Das Cluster ist eine auf zehn Jahre angelegte Initiative zur Förderung und Ausbildung herausragender junger Wissenschaftler*innen.

Interreg-Projekt

  • In den Bereichen Bildung, Forschung, spezialisierte Infrastruktur, Know-how in Technologie und Wissenstransfer will das Interreg-Projekt UpQuantVal (2025-2027) ein integriertes und nachhaltiges Ökosystems rund um den Themenbereich Quantenwissenschaft am Oberrhein schaffen. Projektpartner sind unter anderem die Eucor-Universitäten Basel, Freiburg und Strasbourg sowie das Karlsruher Institut für Technologie.

Seed Money Projekte

  • Das Projekt Belle2NewPhy (2019-2021) zwischen der Université de Strasbourg und dem Karlruher Institut für Technologie beinhaltete Teilchenstrahl-Experimenten in internationalen Forschungslaboratorien in Deutschland sowie Expertengespräche in Japan.
  • Das Projekt Quantum Machine Learning (2020-2022) zwischen den Universitäten Basel und Strasbourg sowie dem Karlsruher Institut für Technologie befasste sich mit der Schnittstelle zwischen Quantenmechanik und maschinellem Lernen und untersuchte, wie Ergebnisse und Techniken aus einem Bereich zur Lösung der Probleme des anderen verwendet werden können. In dem Projekt erfolgte ebenso die Antragsvorbereitung für das Promotionsprogramm Machine Learning for Quantum (s.o.).
  • Das Projekt Open quantum many-body systems (2025-2026) dient dem Aufbau eines Netzwerkes, das sich mit komplexen Quanten-Vielteilchensystemen beschäftigt. Beteiligt sind die Universitäten Basel, Freiburg und Strasbourg sowie das Karlsruher Institut für Technologie.

Eucor hat thematische Bereiche der Zusammenarbeit definiert, um gemeinsame Stärken zu nutzen und Kompetenzen zu bündeln. Diese Schwerpunkte wurden auf Grundlage von Potenzial- und Standortanalysen sowie bestehender Kooperationsprojekte festgelegt. Die Mitgliedsuniversitäten bauen themenspezifische Konsortien auf, die in der Lage sind, international sichtbare und konkurrenzfähige Forschung zu betreiben und eng mit Lehre und Innovation vernetzt sind. Die Schwerpunktbereiche sind:

  • Quantum Sciences and Technology
  • Personalised Health
  • Sustainability
  • European Identities.

Quantum Sciences and Technology in der Lehre

Internationales Zertifikat

  • Das Programm EFEQT ist eine einjährige ergänzende Ausbildung für forschungsorientierte Studierende, die ihr Masterstudium an einer europäischen Universität absolvieren. Es bietet akkreditierte Ausbildungsmodule und ein Zertifikat. Neben Eucor, dem Karlsruher Institut für Technologie und der Université de Strasbourg sind weitere Partnerinstitutionen in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden beteiligt.

Transfer von Quantum Sciences and Technology

Gemeinsame Plattform

  • Das Projekt Atomic Quantum Computing as a Service (aQCess) bietet eine offene und öffentliche Plattform für digitales Quantencomputing auf Basis hochwertiger atomarer Qubits. Neben der Université de Strasbourg und dem Karlsruher Institut für Technologie sind zahlreiche internationale Partnerinstitutionen beteiligt.