Mit seinem Schwerpunkt Sustainability will Eucor zur Lösung drängender ökologischer, ökonomischer und sozialer Fragen beitragen und die Bildung einer nachhaltigen Modellregion unterstützen. Vor dem Hintergrund der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen haben sich die Mitgliedsuniversitäten auf ein multi- und interdisziplinäres Verständnis des Begriffs geeinigt. In den Schwerpunkten von Eucor werden „Research, Teaching and Transfer Hubs“ (RTTHs) aufgebaut, weshalb sie sich in Forschung, Lehre und Transfer gliedern.

Sustainability in der Forschung

Grenzüberschreitende Professuren

  • 2023 wurde eine grenzüberschreitende Professur zwischen der Université de Strasbourg, dem Karlsruher Institut für Technologie, der École nationale du génie de l’eau et de l’environnement de Strasbourg (ENGEES) eingerichtet. Ziel dieser ist es, exzellente interdisziplinäre Forschung zum nachhaltigen Wassermanagement mit einem Fokus auf die Oberrheinregion anzuleiten.
  • Zwischen dem Karlsruher Institut für Technologie und der Université de Haute-Alsace existiert seit 2022 die grenzüberschreitende Professur „Digital Process Engineering for Sustainable Materials and Energy“.

Exploratory Workshops

  • Für Wissenschaftler*innen gibt es das Angebot von Forschungsvernetzungsworkshops. Dabei kommen Forschende der Eucor-Universitäten zusammen, um gemeinsame Projekte zu entwickeln und neue Konsortien zu bilden. Im Jahr 2026 fanden zwei Workshops zu den Themen „Urban Climate – Sustainable Food“ statt, woraus mehrere neue Projektideen entstanden. Workshops zu weiteren Themen innerhalb des Schwerpunktes können auf Anfrage organisiert werden.

Grenzüberschreitendes Netzwerk

  • Mit dem Upper Rhine Cluster for Sustainability Research (URCforSR) arbeitet ein grenzüberschreitendes Netzwerk zum Thema Governance of Sustainable Growth. Gegründet wurde es im Rahmen eines Interreg-Projektes, das zwischen 2016 und 2018 umgesetzt wurde. Beteiligt sind alle fünf Eucor-Universitäten sowie weitere regionale Partner. Ein zentrales Projekt von Eucor und dem URCforSR in den Jahren 2021-2022 war eine Machbarkeitsstudie zur Innovationsregion Fessenheim. Das Cluster befindet sich derzeit in einer Phase der Weiterentwicklung und Neuausrichtung.

Interreg-Projekte

  • An der Entwicklung nachhaltiger Wertschöpfungsketten für vegetarische Mahlzeiten in Kantinen und im Einzelhandel arbeiten die Eucor-Universitäten Strasbourg, Haute-Alsace, Freiburg, das Karlsruher Institut für Technologie sowie weitere Partnerinstitutionen im Projekt Upper Rhine Sustainable Food (2024-2027). Das Projekt wurde im Rahmen des Seed Money Projektes „Food democracy“ (s.u.) vorbereitet.
  • Im Projekt AsimutE (2023-2027) steht der intelligente Eigenverbrauch und die Speicherung für eine bessere Nutzung von Energie im Forschungsinteresse. Die Eucor-Universitäten Freiburg, Haute-Alsace und Strasbourg sowie das Karlsruher Institut für Technologie kooperieren dabei mit zahlreichen regionalen Partnerinstitutionen aus Wissenschaft und Wirtschaft.
  • Die Unternehmen in der Oberrhein-Region bei der Bewältigung der Folgen des Klimawandels zu begleiten – das ist das Ziel des Projektes Clim'Ability Care (2023-2026). Beteiligt sind die Eucor-Universitäten Freiburg, Haute-Alsace und Strasbourg sowie das Karlsruher Institut für Technologie sowie weitere regionale Partner. Das Projekt ist eine Weiterentwicklung der Vorgänger-Projekte Clim'Ability Design (2019-2023) und Clim'Ability (2016-2019).
  • Das Projekt CO2Inno (2022-2025) soll dazu beitragen, Energie- und Mobilitätslösungen zu entwickeln, um aus der Oberrhein-Region eine CO2-neutrale Pilotregion zu entwickeln. Beteiligt sind die Eucor-Universitäten Freiburg, Haute-Alsace und Strasbourg sowie das Karlsruher Institut für Technologie sowie weitere regionale Partner. Das Projekt baut auf den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie zur Innovationsregion Fessenheim auf.
  • Das Karlsruher Institut für Technologie arbeiten mit den Universitäten Freiburg und Strasbourg sowie weiteren Partnern im Projekt KliWiReSSE (2022-2025) an klima-widerstandsfähigen Rebsorten zur Sicherung des Ertrags.
  • Ziel des Projekts WaterPollutionSensor (2019-2023) ist die Entwicklung und Erprobung eines kontinuierlichen und automatisierten Systems zur Überwachung der Konzentration mehrerer Schadstoffe im Trinkwasser.
  • Im Projekt EMPOWER#IoT (2026-2028) entwickeln die Universitäten Freiburg und Strasbourg gemeinsam mit weiteren Partnern solarbetriebene, autarke Sensoren für Smart Cities, um die Datenerfassung effizienter und nachhaltiger zu machen.
  • Im Projekt VitiSense (2026-2028) entwickeln die Université de Haute-Alsace und die Université de Strasbourg gemeinsam mit weiteren Partnern tragbare Sensoren und ein mobiles MRT-Gerät zur frühzeitigen Erkennung von Rebholz-Krankheiten und zur besseren Überwachung von Weinbergen.

Seed Money Projekte

  • Der Klimawandel und der steigende Bedarf an Energiespeichern erfordern die Entwicklung nachhaltiger Batteriesysteme, welche im Zentrum des Projektes FuseTheWaste (2024-2026) stehen. Beteiligt sind die Universitäten Haute-Alsace und Freiburg.
  • Das Projekt System Building as Missing Link in Sustainability Transition (2024-2025) fokussiert auf die Entwicklung, Validierung und Reflexion eines Rahmenkonzepts für die Oberrheinregion in Bezug auf die Nachhaltigkeitswende. Die Universitäten Basel, Freiburg und Strasbourg sind beteiligt.
  • Im Projekt Smart functional sequence-defined oligomers and polymers incorporating rigid cyclodextrin host molecules (2023-2025) arbeitet die Université de Strasbourg mit dem Karlsruher Institut für Technologie zusammen an umweltfreundlichen und wiederverwendbaren Materialen für die Entwicklung nachhaltiger Wasserreinigungssysteme.
  • Das Projekt Landscape and sustainable energy transition (2021-2022) beinhaltete eine rechtliche Reflexion über die Integration der Landschaft in die Politik im Kontext der Erneuerbaren Energien. Die Universitäten Freiburg, Haute-Alsace und Strasbourg waren beteiligt.
  • Das Projekt C4-PON (2020-2022) befasste sich mit dem Umweltverhalten insbesondere metallischer Spurenelemente im Kontext der Stilllegung kerntechnischer Anlagen. Beteiligt waren die Universitäten Haute-Alsace und Strasbourg sowie das Karlsruher Institut für Technologie.
  • Im Projekt Food democracy and meta-organizations (2020-2022) kooperierten die Universitäten Basel, Freiburg, Haute-Alsace und Strasbourg zum Thema der Lebensmitteldemokratie. Aus dem Projekt ging das Interreg-Projekt Upper Rhine Sustainable Food (s.o.) hervor.
  • Im Projekt deadtrees.earth (seit 2025) entwickeln die Universitäten Freiburg und Basel eine offene Plattform zur digitalen Erfassung von Baumsterblichkeit mithilfe von Drohnen, Photogrammetrie und KI.
  • Im Projekt oberRAIN (seit 2025) untersuchen die Universitäten Basel, Karlsruhe und Freiburg, wie Pflanzen den Einfluss von Regen auf die Bodenerosion verändern. Dafür nutzen sie Regenexperimente, 3D-Scans und Drohnendaten.

Eucor hat thematische Bereiche der Zusammenarbeit definiert, um gemeinsame Stärken zu nutzen und Kompetenzen zu bündeln. Diese Schwerpunkte wurden auf Grundlage von Potenzial- und Standortanalysen sowie bestehender Kooperationsprojekte festgelegt. Die Mitgliedsuniversitäten bauen themenspezifische Konsortien auf, die in der Lage sind, international sichtbare und konkurrenzfähige Forschung zu betreiben und eng mit Lehre und Innovation vernetzt sind. Die Schwerpunktbereiche sind:

  • Quantum Sciences and Technology
  • Personalised Health
  • Sustainability
  • European Identities.

In der Policy Group Sustainability tauschen sich die für Nachhaltigkeit zuständigen Mitglieder der Universitätsleitungen regelmäßig grenzüberschreitend aus.

Im Rahmen des Verbunds koordiniert die Universität Freiburg die Aktivitäten im Schwerpunkt Sustainability.

 

Kontakt:

Sofia Ganter
Eucor-Referentin Schwerpunkt Nachhaltigkeit
Sofia.Ganter[at]zv.uni-freiburg.de

Sustainability in der Lehre

Gemeinsamer Studiengang

  • Die Université de Strasbourg und das Karlsruher Institut für Technologie bieten einen gemeinsamen Masterstudiengang im Bereich des nachhaltigen Wassenmanagements an. Der Studiengang Continental Water Sustainability ist eng an die grenzüberschreitende Professur im Wassermanagement angebunden und wurde im Rahmen des Seed Money Projektes MWS – European Master in Continental Water Sustainability (s.u.) vorbereitet.

Seasonal Sustainability Schools

  • Junge Wissenschaftler*innen können regelmäßig an transdisziplinären Summer Schools / Fall Schools zu Nachhaltigkeitsthemen teilnehmen, die praxisnah, interdisziplinär und international ausgerichtet sind. Bisherige Themen reichten von Klimaanpassung über Wassernachhaltigkeit bis hin zu urbanen Spurenstoffen. Für die Mitgestaltung künftiger Schools können an einer Kooperation Interessierte Kontakt aufnehmen (Kontakt s.o.).

Gemeinsames Zertifikat

  • Studierenden der Universitäten Basel und Freiburg sowie des Karlsruher Instituts für Technologie, die an ihrer Heimatuniversität ein Nachhaltigkeitszertifikat absolvieren, steht zusätzlich das Angebot der beiden Partneruniversitäten offen. Sie erhalten dafür eine Eucor-Bescheinigung.

Seed Money Projekte

Ein Windrad

Transfer von Sustainability

Wissenschaftsdialog

  • Die Eucor-Universitäten stehen im Rahmen der AG Nachhaltigkeit regelmäßig mit Expert*innen aus den Stadtverwaltungen ihrer Sitzstädte im Austausch, um Best Practices im Bereich Nachhaltigkeit zu teilen und weiterzuentwickeln.
  • Die Eucor MobiLab Roadshow macht Spitzenforschung zum Thema Nachhaltigkeit in der Oberrheinregion für alle sichtbar. Bürger*innen haben die Möglichkeit „Wissenschaft zum Anfassen“ zu erleben und mit Forschenden in Austausch zu treten.