Ressourcen, Konflikte, Nachhaltigkeit: Studierende im Dialog

Bei der internationalen Studierendenkonferenz zu Geopolitik, Eucor
10 Jahre EVTZ Jubiläums-Logo

Im Rahmen der internationalen Studierendenkonferenz „The Resource Nexus: From Ancient Empires to Future Earth – Resources, Conflict, and Global Security“ arbeiteten Studierende und Lehrende aus mehreren Ländern an einer der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie hängen Ressourcenbedarf, globale Machtverhältnisse und nachhaltige Entwicklung zusammen? Die Veranstaltung fand im März in Basel und im Mai in Poznań statt und wurde von der Adam-Mickiewicz-Universität Poznań und der Universität Basel im Rahmen der assoziierten Partnerschaft zwischen Eucor und der europäischen Universitätsallianz EPICUR gemeinsam getragen.

An dem Format nahmen 26 Studierende aus 10 Nationen und 4 Universitäten teil, begleitet von 10 Dozierenden aus Politikwissenschaft, Soziologie, Nachhaltigkeitswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften. Im Mittelpunkt stand ein interdisziplinärer Zugang zu Ressourcenfragen – von historischen Perspektiven auf Kolonialismus und Machtkonstellationen über aktuelle geopolitische Spannungen bis hin zu der Frage, wie eine ressourcenschonende und gerechte Zukunft gestaltet werden kann.

Historische und geopolitische Perspektiven

Der Basler Programmteil widmete sich unter anderem der Rolle von Grönland als potenziellem Rohstoffraum der Zukunft, den Energiebeziehungen im polnisch-tschechisch-deutschen Grenzraum sowie der Governance globaler Wertschöpfungsketten. Ergänzt wurden die wissenschaftlichen Inputs durch Workshops, in denen die Studierenden ihre vorbereiteten Gruppenarbeiten weiterentwickelten und diskutierten.

Praxisnah lernen, gemeinsam diskutieren

Besonders eindrücklich waren die Exkursionen und Praxisbezüge: Besuche in Recycling- und Energiekraftwerken, Einblicke in Circular-Economy-Prozesse sowie der Austausch mit Praxispartnern machten deutlich, wie eng globale Ressourcenfragen mit konkreten Transformationsprozessen vor Ort verbunden sind. In Poznań vertieften Vorträge und Gruppenarbeiten die Themen mit Blick auf die politische Ökonomie der Energiewende, globale Lieferketten und die Demokratische Republik Kongo im Ressourcenkontext.

Kompetenzen für die Zukunft

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Wissenschaftskommunikation: In einem Podcast-Workshop setzten sich die Teilnehmenden mit der Frage auseinander, wie komplexe Inhalte verständlich und zielgruppenorientiert vermittelt werden können. Auch außerhalb der Lehrveranstaltungen förderten gemeinsame Abendprogramme, Stadterkundungen und Gespräche den interkulturellen Austausch und das Lernen über Länder- und Fachgrenzen hinweg.

Die Konferenz zeigte damit beispielhaft, wie internationale Lehre im europäischen Hochschulraum aussehen kann: vernetzt, praxisnah, interdisziplinär und mit direktem Bezug zu aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen. Für Studierende eröffneten sich neue Perspektiven auf globale Zusammenhänge, für Lehrende ein inspirierendes Beispiel für die Entwicklung innovativer Lehrformate.

Die internationale Studierendenkonferenz «The Resource Nexus: From Ancient Empires to Future Earth – Resources, Conflict, and Global Security » fand im Rahmen der assoziierten Partnerschaft zwischen Eucor – The European Campus und der europäischen Universitätsallianz EPICUR statt. Sie wurde finanziell im Rahmen des EPICUR-Projektes an der Universität Basel gefördert. Die finanzielle Unterstützung ist möglich Dank der Förderung durch Movetia, der Schweizer Agentur für Mobilität und Austausch. Movetia wird vom Schweizer Bund finanziert. Die Veranstaltung war außerdem Teil des Jubiläums des EVTZ Eucor – The European Campus.

von Marc Frick

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